In der Cselley-Mühle in Oslip fanden sich am Freitag Künstlerinnen
und Künstler aus allen EU-Staaten und aus Bulgarien und Rumänien
ein. Sie werden sie beim EU-Art-Network gemeinsam arbeiten und Erfahrungen
austauschen.
Initiative für kulturellen Austausch
In der europäischen Union dominieren meist die wirtschaftlichen
Themen. Als Kontrapunkt dazu hat Europaparlamentarierin Christa Prets
vor sechs Jahren eine Initiative für den kulturellen Austausch
gestartet.
Netzwerke
für Künstler
"Ich möchte das unterstreichen, von dem man immer redet, nämlich
von dem Reichtum Europas, der in der kulturellen Vielfalt liegt, was uns aber
nicht so bewusst ist. Und ich möchte daran arbeiten und auch Netzwerke
aufbauen, dass sich Künstler austauschen können, um auf diese Weise
zu reflektieren, wie schwierig es eigentlich ist, kulturelle Vielfalt zu leben",
so Prets.
Diversität
und Rivalität
Diversität und Rivalität gilt es heuer
für die Kunstschaffenden
aus ganz Europa zu ergründen. Das Impulsreferat bei der Eröffnung
hielt der österreichische Publizist und Friedensaktivist Doron
Rabinovici.
Über
Rassismus sprechen
"Über Rassismus gilt es zu sprechen, über jene Gesinnung, die
gegen Zuwanderer hetzt, doch ebenso über eine Geschäftspraxis, die
Migranten schätzt, solange sie von seiner Rechtlosigkeit profitieren kann.
Am Swimmingpool des Zweithauses lässt sich wenig gegen Kebab-Stuben und
vielfältiges Kulturprogramm, nichts gegen eine Restjugoslawin als Putzfrau,
gegen Homelands im europäischen Heimatland und Billiglohnländler vor
der Tür einwenden. Das nennt sich heute Globalisierung",
so Rabinovici.
Bildende
Kunst und Komposition
Von den Anregungen Doron Rabinovicis ausgehend arbeiten
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am EU-Art-Network in den nächsten Tagen in den
Bereichen Bildende Kunst und Komposition.
Am Pfingstmontag kann man ihnen dabei in der
Cselley-Mühle über
die Schulter schauen, die Ergebnisse werden in einer Woche präsentiert. |